Königsschlösser
Nicht nur für Romantiker ist ein Besuch der Bayrischen Königsschlösser ein Muss! Für Groß und Klein wird dieser Ausflug zu den Königsschlössern unvergesslich bleiben. Immerhin sind diese Schlösser die Vorbilder für Märchenschlösser in Kinderbüchern gewesen...
Die Königsschlösser in Füssen (Bayern) erreichen Sie vom Vital-Hotel zum Ritter am besten mit dem Auto (Fahrtzeit: ca. 30 Minuten).

Schloss Neuschwanstein
Erste Planungen und Vorbereitungen für den Bau des Schlosses Neuschwanstein traf König Ludwig II. bereits 1867/1868.
In einem Brief an Richard Wagner vom 13. Mai 1868 teilte der König mit:
"Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen. ... von wo man eine herrliche Aussicht genießt auf den hehren Säuling, die Gebirge Tyrols und weiterhin in die Ebene..."
Die Grundsteinlegung für das Schloss war am 5. September 1869. Es vergingen dann 15 Jahre in denen Hundertschaften beschäftigt waren bis das Schloss schliesslich im Jahre 1884 bewohnt werden konnte.
Als Ludwig II. am 13.06.1886 starb waren die Haupträume in Neuschwanstein vollendet . Bereits einige Jahre später wurde das Schloss für Besucher geöffnet...
Schloss Hohenschwangau
Weit reicht die Geschichte von Schloß Hohenschwangau zurück. Erstmals erwähnt wird es als "Burg Schwanstein" im 12. Jh., als Sitz der Edlen vom Schwangau. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer, die Burg verfiel, wurde neu aufgebaut und wieder zerstört.
Im Jahre 1832 erwarb Kronprinz Maximilian, der spätere König Max II, die Ruine und ließ sie von dem Theatermaler Dominik Quaglio im englischen Tudorstil umbauen, so wie man Schloß Hohenschwangau noch heute besichtigen kann. Das romantische Schloß diente der königlichen Familie als Sommerresidenz und war die glückliche Kinderstube Ludwigs II. Seine Inneneinrichtung aus der Biedermeierzeit ist unverändert erhalten.
Das Schloß kann täglich mit Führung besichtigt werden.
Schloss Linderhof
Die "Königliche Villa" Ludwigs II. und der einzige Schlossbau, der zu Lebzeiten des Königs fertiggestellt wurde, hatte seine Ursprünge im Jagdhaus seines Vaters Maximilian II. Das nach Plänen des Architekten Georg Dollmann in den Jahren 1868 bis 1878 in mehreren Bauphasen fertiggestellte Gebäude wurde im Inneren nach Entwürfen von Franz Seitz und Christian Jank im Stile des "Zweiten Rokoko" ausgestattet.
Schloss Linderhof liegt ca. 50 km (ca. 1 Autostunde) von Schwangau entfernt.
Schloss Herrenchiemsee
Für König Ludwig II. von Bayern war der französische "Sonnenkönig" Ludwig XIV. die ideale Verkörperung des Königtums. Im Neuen Schloss wollte er sein lange geplantes Projekt eines "Neuen Versailles" verwirklichen, weniger als bewohnbares Schloss gedacht, sondern als glanzvolle Versinnbildlichung des Absolutismus. Das Neue Schloss ist aber keine reine Kopie von Versailles, sondern zitiert sein Vorbild in einigen typischen Teilen wie der Hauptfassade, Spiegelgalerie und Gesandtentreppe.
So ist Schloss Herrenchiemsee, wenn auch unvollendet geblieben, ein eigenständiges Zeugnis des Historismus: Das Monument eines Königs, der seine königliche Rolle nur noch in der Fantasie spielen konnte.
Schloss Herrenchiemsee liegt ca. 300 km von Schwangau entfernt.
Schloss Falkenstein
Leider wurde dieser "Traum" von König Ludwig II. nie Realität.
Ca. 20 km entfernt wollte der König ein weiteres Schloss bauen, allerdings wurden dort nur einige Wasserleitungen gelegt. Kurz darauf, im Jahre 1886, starb der König - und so wird Falkenstein wohl für immer ein Traum bleiben...Die Ruine der alten Burg Falkenstein lässt sich erwandern und erkundschaften... (ca. 20 km von Schwangau entfernt)
Der Schwanenseepark - der königliche Schlosspark von Hohenschwangau
Unterhalb der Sommerresidenz König Maximilians des Zweiten, Schloss Hohenschwangau, liegt der Schwanseepark.
Malerisch umgerahmt vom Kalvarienberg und dem Schwarzenberg ist er heute Naherholungsgebiet für Gäste und Einheimische. Aber dem Interessierten erschließt sich ein gartenarchitektonisches Kleinod das seinesgleichen sucht: der königliche Schlosspark von Hohenschwangau.
Nachdem Kronprinz Maximilian, der spätere König Max II. das Schloss Hohenschwangau fertiggestellt hatte, erwarb er im unterhalb gelegenen Rohrachfilz Grundstücke, um dort einen Schlosspark anlegen zu lassen. 1837 bereits werden erste Pläne für den Park erarbeitet, damals von dem Gartenarchitekten Carl August Sckell, dessen Onkel Ludwig Sckell den Englischen Garten in München schuf. Nach Sckells Tod übernimmt Peter Joseph Lenné diese Arbeit und entwickelt einen Schlosspark nach englischem Vorbild.
Wer heute auf den Wegen durch den Park wandert, folgt historischen Spuren, wurden doch sämtliche Wege so bereits vor fast 160 Jahren geplant und angelegt. Damals für die Gesellschaft am Hofe, die sich auf diesen Wegen "erging", flanierten die edlen Damen und Herren durch den Park. Über 60 Kilometer Wanderwege gibt es im Schwanseepark und dem danebenliegenden Alpseekessel, teilweise bis zu 7 Etagen mit Wegen übereinander.
Viele der Wege, die man damals anlegte, um die Herrschaften möglichst nah an die Natur heranzuführen, sind im Lauf der Zeit aber verschwunden. Der englische Garten ist revolutionär, die Natur ist heilig, die Parkanlagen werden wieder Abbild der Landschaft, wie sie Gott schuf. Und so wird auch der Schwanseepark angelegt. Ein dichtes Wegenetz entsteht, auf den Bächen sollen Kähne fahren, eine Pferderennbahn und ein Springplatz werden angelegt. Mit der Anlage von Solitärbäumen, mit Sichtachsen und mit Baumgruppen soll Weite und Größe vorgetäuscht werden. Wie viel Weitsicht bedurfte es damals schon, sich bei der Anlage der Pflanzungen bereits vorzustellen, wie in Jahrzehnten das Ergebnis aussehen würde. Für Königin Marie wird etwas außerhalb sogar ein Klettersteig angelegt und oberhalb des Schwansees entsteht eine, heute leider nicht mehr zugängliche, Teeterrasse für Gesellschaften.
Nach dem Tode Maximilians II. verliert der Park seine Bedeutung, er wird nur noch bewirtschaftet aber nicht mehr als Park genutzt. Heute nimmt der Park mit seiner Artenvielfalt, aber auch seiner Größe von über 60 Hektar nicht nur innerhalb der Grenzen Bayerns wieder eine herausragende Stellung ein. Diese Entwicklung ist Herzog Albrecht zu verdanken. Der Wittelsbacher weilte Anfang der achtziger Jahre zum Angeln am Schwansee, als er auf den Wiesen vergeblich seine geliebten Enziane suchte. Im Anschluss an dieses Erlebnis und in der Einsicht, die Nutzung zu verändern, erlässt Herzog Albrecht ein Düngeverbot für den Park. Seitdem wurden verschiedene Projekte in Angriff genommen, um dem Park wieder einen Teil seiner Schönheit zurück zu geben. Mit Veränderungen in der Mahd und dem Verbot der Düngung konnten sich im Lauf der Zeit wieder selten gewordene Pflanzen auf den Parkwiesen ansiedeln, Orchideen und die herzoglichen Enziane wachsen ebenfalls wieder im Park , fast 60 Arten der Roten Liste kann der aufmerksame Wanderer finden.



